2.22.2020

ATTITUDE IS EVERYTHING!

Attitude is everything

Die Einstellung zum Job ist alles. Was ist aber genau mit Einstellung gemeint? Die Einstellung betrifft die innere Haltung zur Arbeit und im Speziellen deine Einstellung zu deiner angestrebten Tätigkeit. Die Motivation, die du für den Job mitbringst, ist das, was die Personalentscheider erkennen möchten. Schließlich birgt diese das Potenzial, dass du in deinem neuen Job gut ablieferst.

Fakt ist, dass sich in der heutigen Zeit die Arbeitsinhalte beinahe im Halbjahresrhythmus ändern. Software und Hardware befinden sich in einer ständigen Weiterentwicklung. Berufsanfänger sind hier in der Rolle, diese Veränderungen zu meistern. Der Personaler im Unternehmen sucht also nach den Kandidaten, die mit diesen ständigen technischen und inhaltlichen Erneuerungen am besten umgehen können und das richtige Mindset haben, um sich von Herausforderungen nicht einschüchtern zu lassen.

Einstellung und 100 % Leistung

Ein Mitarbeiter, der nicht die richtige Einstellung zur gewählten Position hat, wird wahrscheinlich nie die volle Leistung bringen können. Personaler sind darauf angewiesen, mit neuen Mitarbeitern erfolgreich zu sein. Werden bestimmte Erwartungen innerhalb der Probezeit nicht erfüllt, führt dies häufig zur Kündigung. Die Einstellung und Persönlichkeit des Bewerbers sind also entscheidend, wenn ein Arbeitgeber auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist. Darum gilt es, keine Angst davor zu haben, Persönlichkeit zu zeigen. Den Mutigen gehört die Welt. Darum kannst du gerne zeigen, welche Persönlichkeit du hast. Du kannst zeigen, wer du bist.

Die Einstellung zur Arbeit ist entscheidend

Die innere Einstellung ist im Arbeitsalltag wesentlich für unsere Motivation und beeinflusst unsere Entscheidungen. Wer mit positiven Gedanken und zuvor festgelegten Zielen durch das Leben geht, tritt viel selbstbewusster auf und erreicht die Ziele auch wesentlich leichter. Besonders in Situationen, die einmal nicht so gut gelingen, kommt es tatsächlich auf die innere Einstellung an. Bist du auf kritische Situationen mental gut vorbereitet, kannst du souverän reagieren und dich nicht unterkriegen lassen. Aus Fehlern lernt man schließlich am meisten.

Mit verschiedenen Fragen der Selbstreflexion kannst du deiner inneren Einstellung auf die Spur kommen und eventuell rechtzeitig Korrekturen vornehmen. Solche Fragen sind:

– Wie geht es mir, wenn ich mir diese Situation, Begebenheit vorstelle? Ist meine Einstellung dann positiv oder negativ?

– Habe ich eigentlich eine andere Wahl?

– Was muss ich tun, um eine Situation so zu akzeptieren, wie sie ist? Kann ich etwas verändern?

– Welche Gefühle hatte ich, als ich die Situation durchlebt habe? Konnte ich klar denken? Kamen negative Gefühle wie Zorn oder Hass in mir auf?

– In welcher Situation hat mir meine Arbeit so richtig Spaß gemacht?

Die Antworten auf die Fragen lassen Lösungen finden, wer du bist und was du vom Berufsleben erwartest. In Ruhe kannst du über Situationen nachdenken und deinen Weg zur positiven Einstellung finden. Wer eine positive Einstellung zu seinem eigenen Tun entwickelt hat, wird ein authentisches Auftreten erreichen und sogar eine richtig gute Ausstrahlung auf andere Menschen haben. Schaffst du dies nicht, ist es vielleicht ein Zeichen dafür, dass du einen anderen Weg gehen solltest, der in dir genau die Motivation hervorruft, die dich für etwas brennen lässt.

Ob Menschen motiviert arbeiten, hängt von ihren Zielen und Antrieben ab. Ein Ziel kann sein, für die Arbeitsleistung anerkannt zu werden. Ein anderes Ziel ist, besondere Herausforderungen erfolgreich zu meistern und daran zu wachsen.

Die Persönlichkeit der Menschen – Welche Persönlichkeit habe ich?

Der Begriff Einstellung ist klar, aber wie kannst du eigentlich den Begriff Persönlichkeit greifbarer machen? Wie lässt sich der Begriff „Persönlichkeit“ definieren? Die Antworten hierauf können sehr spannend für dich sein, da die Persönlichkeit ein elementarer Bestandteil deiner Existenz ist. Es ist für dich sogar wichtig, hierüber ein Grundwissen zu besitzen.

Generell gibt es in der Wissenschaft nicht die eine Definition für das, was mit Persönlichkeit gemeint ist. Die Forschung beobachtet, wie die Persönlichkeit durch bestimmte individuelle Veranlagungen und Umweltbedingungen entstanden ist und was die Persönlichkeit geformt hat.

Einer der bekanntesten und anerkanntesten Wissenschaftler, die zum Thema Persönlichkeit gearbeitet haben, ist der US-amerikanische Psychologe Gordon Allport. Gordon Allport hat schon in den 1930er Jahren zum Thema Sozialpsychologie an der Harvard University geforscht. Er beobachtete, welche Antriebe die Basis für die Persönlichkeit bilden. Gordon Allport fand aus 49 Definitionen und aus seiner eigenen Beschäftigung mit der Persönlichkeit heraus, dass Persönlichkeit eine dynamische Ordnung der psychophysischen Systeme des Individuums ist. Die Ordnung der Systeme bestimmt letztendlich die Art der Anpassungen des Menschen an die Umweltbedingungen. Innerhalb seiner Analyse von „Gestalt und Wachstum der Persönlichkeit“ gelangte Allport zum wichtigen „Big-Five-Modell“ der Psychologie.


Die fünf Dimensionen dieses Modelles der Persönlichkeitspsychologie sind:

1. Offenheit für Erfahrungen

2. Gewissenhaftigkeit

3. Extraversion oder Geselligkeit

4. Verträglichkeit oder Kooperationsbereitschaft, Rücksichtnahme

5. Neurotizismus bzw. Verletzlichkeit

Diese fünf Charakter-Eigenschaften machen laut dem Psychologen Allport die Persönlichkeit des Menschen aus und jeder Mensch kann innerhalb der „Big Five“ eingeordnet werden.

Um dir deine Einordnung in Eigenschaftsbereiche zu erleichtern, haben wir die fünf Dimensionen der Big Five näher beschrieben:

Offenheit für Erfahrungen: Personen mit Offenheit für neue Erfahrungen sind erfinderisch, neugierig, aber bei negativer Ausprägung in diesem Bereich sind sie konservativ und übervorsichtig.

Gewissenhaftigkeit: Jemand mit hohen Werten in diesem Bereich ist effektiv und handelt organisiert. Eine Person, die beim Punkt Gewissenhaftigkeit schwach aufgestellt ist, reagiert unbekümmert und nachlässig.

Extraversion: Bei starker Ausprägung in diesem Bereich ist deine Persönlichkeit gesellig, durchsetzungsfähig und besitzt ein hohes Energieniveau. Jemand, der hier schwach durch das Leben geht, ist zurückhaltend oder gar reserviert.

Verträglichkeit, Kooperationsbereitschaft, Rücksichtnahme: Eine hohe Ausprägung in diesem Bereich bedeutet für dich, du bist kooperativ, freundlich und mitfühlend. Eine herzliche Art des Umgangs mit Mitschülern, Kollegen und Chefs kennzeichnet Menschen, die sich hier einordnen.

Neurotizismus: Dieser Bereich der fünf Faktoren untersucht, ob du emotional reagierst, häufiger Angst erlebst oder unter Nervosität und Anspannung leidest. Menschen mit niedrigen Neurotizismuswerten sind selbstsicher, ruhig, zufrieden, entspannt und sicher.

Deine Persönlichkeit in den Vordergrund stellen

Wenn du herausfindest, wer du wirklich bist, dann kannst du viel besser Wünsche und Forderungen an deinen Arbeitgeber und deinen Arbeitsplatz stellen. Natürlich ist die Forschung nach der eigenen Persönlichkeit ein ganzes Stück Arbeit. Aber wenn du an dieser Stelle Energie investierst, wird sich das für dich auszahlen. So wird dich der Personaler zum Beispiel im Vorstellungsgespräch von positiven Erlebnissen aus deinem Berufsleben berichten lassen. Je nachdem möchte er von dir auch wissen, was einmal nicht so gut gelaufen ist. Berichte also von deinen Erfolgen und eventuellen Herausforderungen, die du gemeistert hast. Wenn du auf der Suche nach deinen eigenen Stärken und Schwächen bist, hilft dir die Methode der Selbstreflexion. Stelle dir dabei Fragen wie „Was war denn da los?“, „Wieso ist dieser Job so gut gelaufen?“ oder „Warum konnte ein Problem trotzdem zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden?“ Und ganz elementar: „Wie hängt das Ganze mit meiner Persönlichkeit und Einstellung zusammen?“ Wenn du die passenden Erfolgsstorys vermitteln kannst, ist deine Selbstreflexion gelungen.

Bewerbung und Persönlichkeit

Persönliche Merkmale in der Bewerbung machen die eigene Vorstellung beim Wunscharbeitgeber einzigartig und unverwechselbar. Dabei wird die Persönlichkeit neben den fachlichen Fähigkeiten präsentiert. Du hast die Möglichkeit, in den verschiedenen Elementen deines Bewerbungsprozesses Persönlichkeit zu zeigen.

Eine besonders gute Möglichkeit, Persönlichkeit zu zeigen, bietet dir ein Bewerbungsvideo. Noch stärker als mit der reinen Textbewerbung kannst du im Video deine Einstellungen, Werte und Motivationen darstellen. Zur Erstellung eines Bewerbungsvideos reicht dein Smartphone völlig aus. Denn es kommt darauf an, mit authentischen und echten Videos zu überzeugen. Es ist also nicht nötig, eine professionelle Videoproduktionsfirma zu beauftragen.

Außerdem musst du dich nicht auf ein einziges Video beschränken. Viele Bewerber nutzen mehrere Videos, um alle Bestandteile ihrer Bewerbung ausführlich zu ergänzen. Du kannst jeweils ein Video zu deinem Anschreiben, deinem Lebenslauf und deinen Kenntnissen erstellen. Individualisierungsmöglichkeiten beim Video sind, ähnlich wie beim Bewerbungsfoto, dein Auftreten mit Gestik und Mimik, die Kleidung und die Video-Umgebung. Achte aber darauf, den Fokus des Videos immer auf deine Einstellung und deiner Persönlichkeit zu legen, denn der Personaler möchte unbedingt wissen, wer du wirklich bist.

Habe keine Angst davor, zu zeigen, wer Du bist

Die Angst, sich nicht angemessen in der Bewerbung oder dem Vorstellungsgespräch zu präsentieren, ist unbegründet. Achte einfach darauf, nicht zu übertreiben und authentisch zu bleiben. Schauspielerei hilft dir im Bewerbungsprozess nicht weiter, schließlich musst du letztendlich auch das abliefern, was du ankündigst. Bleib also ganz bei deinen Stärken.

Du hast keinen Grund, deine Persönlichkeit zu verbergen. Im Gegenteil kann in der Bewerbungsphase gelten „I am what I am“. Der bekannte Liedtitel wurde von zahlreichen Interpretinnen veröffentlicht, unter anderem von Beverly Knight 2012, weil der Text so vielen aus der Seele spricht. Im Song geht es darum, dazu zu stehen, was dich wirklich ausmacht. Man soll keine Angst davor haben, auch einmal aus der Reihe zu tanzen. Denn jeder kann zu dem Takt durch sein Leben gehen, den er mag, und wird auf seinem Weg genau die richtigen Personen finden, die diesen „Takt“ zu schätzen wissen.

Was zählt also im Bewerbungsprozess?

Attitude is everything. Die Einstellung zum Job zählt. Wie kannst du aber deine Einstellung und deine Kompetenzen erfolgreich darstellen? Denn der Personaler möchte deine Fähigkeiten kennenlernen. Er möchte wissen, ob du flexibel handeln kannst oder ob du zu sehr festgefahren bist. Er kann dadurch erkennen, ob du als Mitarbeiter Probleme lösen kannst, die überraschend während eines Arbeitsalltages auftreten. Denn dann kannst du für ihn ein sehr wertvoller Mitarbeiter werden. Der Bewerbungsprozess bietet dir die Möglichkeit, positive Erlebnisse darzustellen und von den gemeisterten Schwierigkeiten aus deinem Berufsleben zu berichten. Dazu ist die ausführliche Selbstreflexion notwendig, die dir zeigen wird, ob du auf dem richtigen Weg bist. Eventuell hilft dir auch die Einordnung deiner Persönlichkeit in die Eigenschaftsfelder des Big- Five-Modells, um dich besser kennenzulernen. Die Untersuchung deiner individuellen Eigenschaften und Wünsche lohnt also jeden Aufwand. Du kannst dann zeigen, welche Persönlichkeit in dir steckt und wirst begreifen, dass das der Weg zum Erfolg sein wird.

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